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Alle Ausstellungen
Flyer
Die Künstler:
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Spielarten. Fotografie und
Literatur |
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16. August – 04. Oktober 2009 |
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Kulturzentrum am Münster, Konstanz |
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Zsuzsanna Gahse |
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Vortrag Dr. Peter Braun, Hochschuldozent für Literatur- und Medienwissenschaft
„Das Leben der Ilse Schneider-Lengyel. Die
Fotografin und Schriftstellerin in ihrer Zeit“
Mi 09.09.09, 19.30 Uhr
Ort: Kulturzentrum am Münster, Richentalsaal |
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Film Ulrike Ottinger „Zwölf Stühle“
So 20.09.09, Matinée 11.00 Uhr
Mo 21.09.09, 19.00 Uhr
Di 22.09.09, 19.00 Uhr
Ort: Zebra-Kino, D-78467 Konstanz, Joseph-Belli-Weg 5
www.zebra-kino.de |
Die Fotografie kennt viele reizvolle Verbindungen mit anderen künstlerischen
Medien wie
dem Theater, dem Tanz oder der Bildhauerei. Zur Literatur unterhält die
Fotografie eine
besonders innige Beziehung: Sowohl die Fotografie als auch die Literatur
produzieren Bilder.
Die Fotografie nutzt Licht und Fotopapier, die Literatur „benutzt“ die
Phantasie des Lesers.
Fotografische Bilder sind materiell, unabänderlich, öffentlich,
literarische dagegen ideell,
fließend, persönlich.
Die Ausstellung „Spielarten. Fotografie und Literatur“ zeigt
die Begegnung von Fotografie
und Literatur. Die etwa 90 ausgestellten Bilder der zwölf FotografInnen
und KünstlerInnen
verdeutlichen, wie subtil die Berührungspunkte sind. Bei Candida Höfers
Bildern von
Bibliothekssälen bleibt die Verschränkung der Gattungen oberflächlich,
während die
Schriftsteller in den Portraits von Sepp Dreissinger auch zum (Ver-)Mittler
ihrer Bücher werden.
Intensiv ist die Berührung bei Aufnahmen, denen literarische Vorlagen
als Ausgangspunkt
dienen wie bei Ulrike Ottinger oder Roland Iselin. Der Besucher sieht
das Bild das (sich)
ein Fotograf von einer Geschichte gemacht hat und, soweit er das
Buch selber kennt,
wird er vielleicht erleben, wie unterschiedlich die inneren Bilder
sein können. Zu starken
wechselseitigen Relationen zwischen den beiden Medien kommt es, wenn
Schriftsteller
neue Texte zu bereits existierenden Bildern verfassen, wie im Falle
von Robert Häusser. Hier
wird der Oberfläche eines Bildes eine Tiefe gegeben, die verständlich
werden lässt, dass
Fotografien anregende Projektionsflächen bilden. Eine Umkehrung dieser
Arbeitsweise ist
bei Franzis von Stechow zu finden, die sich an den Sprachbildern
des Schriftstellers Jochen
Kelter orientiert und sie mit adäquaten Fotografien bereichert.
Eine weitere Schnittstelle entsteht, wenn Kamera und Feder sich dem
gleichen Sujet widmen.
Ilse Schneider-Lengyel hat sich fotografisch und literarisch mit
Wesen und Bedeutung von
Masken aus fernen Ländern beschäftigt. Aus der Hand des Künstlerduos
Com & Com (Johannes
M. Hedinger, Markus Gossolt) stammt der Fotoroman „Die Odyssee“,
der auf illustre Weise
Homers altes Epos in die Neuzeit holt. Die Bearbeitung eines identischen
Themas steht auch
im Vordergrund bei Simone Kappeler und Gianni Kuhn, die seit vielen
Jahren gemeinsam
dieselben Orte aufsuchen, um sie in Bildern und Texten zu beschreiben.
Bei Rainer Ganahl
und Klaus Staeck sind die Kombinationen aus Bild und Text jeweils
zusammen in einem
Werk zu finden und Nikolaus Walter verknüpft in seiner dokumentarischen
Serie „Toronto-
Cowboy“ seine Fotografien eng mit den ausdrucksstarken, persönlichen
Geschichten seiner
Hauptfigur.
Für die präsentierten FotografInnen und KünstlerInnen ist
die Beschäftigung mit der
Literatur nur ein Ausschnitt ihrer Werke. Voraussetzung für die Auswahl
der namhaften
Protagonisten ist ihre Verbindung mit der Region Bodensee, sei es
durch Geburt, Wohnort
oder Schaffen. Die ersten Aufnahmen stammen von 1935, die jüngsten Fotografien
aus
dem Jahr 2008.
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